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Liebe Leserinnen und liebe Leser,


herzlich willkommen auf dem Internetauftritt der Familie Wettin! Sie werden eine faszinierende Welt der Geschichte erleben können. Früheste Spuren der ersten Vorfahren finden sich im IX. Jahrhundert. Offiziell beginnt die Geschichte der Wettiner im Jahre 1089 mit der dauerhaften Belehnung Heinrichs von Eilenburg mit der Markgrafschaft Meissen durch den Kaiser zum Schutze der östlichen Grenze des Heiligen Römischen Reiches. Weitere besondere Wegmarken dieser Geschichte waren mit 1423 die Belehnung mit der Kurwürde nach dem Aussterben der Herzöge von Sachsen-Wittenberg aus dem Hause Askanien als Anerkennung für die Abwehr der Hussiteneinfälle in das Reich; 1635 Belehnung mit der Oberlausitz und Teilen der Niederlausitz als Belohnung für die Treue dem Kaiser und dem Reich gegenüber während des Dreißigjährigen Krieges; 1697 bis 1763 Erlangung der polnischen Königskrone durch August den Starken (als Kurfürst von Sachsen: Friedrich August I.) und seinen Sohn August III (als Kurfürst von Sachsen: Friedrich August II.).

Während der Napoleonischen Kriege leistete Kurfürst Friedrich August III. aktiven Widerstand gegen die Auflösung des Hl. Römischen Reiches, obgleich er von Napoleon 1806 die Königswürde für Sachsen erhielt und ihm von 1807 bis 1815 das Großherzogtum Warschau übertragen wurde. Ein Jahrhundert später dankte Friedrich August III. nach dem Ende des Ersten Weltkriegs am 13. November 1918 als König "ad personam" ab, damit endete die 829 jährige Geschichte des regierenden Hauses in Sachsen. Unsere Geschichte ist die Historie zahlreicher Männer und Frauen, die sich für diesen Teil Europas eingesetzt und versucht haben, das Beste für Menschen und Land zu erreichen.

Anfangs zum Schutz der östlichen Reichsgrenzen eingesetzt, führte eine beharrliche und weitsichtige Regierungspolitik zu einem langsamen, aber stetigen Aufstieg von den Markgrafen von Meissen zu den Herzögen von Sachsen und Kurfürsten - jenen sieben Großen des Reiches, welche den Kaiser wählten – bis hin zu den Königen von Sachsen. Schmuckvolle Namen wurden den frühen Wettinern verliehen, wie der "Reiche", der "Gebissene", der "Erlauchte", der "Friedsame", der "Beherzte" und, besonders bekannt bis heute, der "Starke". Ein eindrucksvolles Bild dieser bedeutenden Herrscher liefert heute noch der berühmte Fürstenzug am Dresdener Residenzschloss.

Als nach dem Ersten Weltkrieg die alte Ordnung zusammenbrach, begab sich König Friedrich August III. in das schlesische Exil nach Schloss Sibyllenort. In den 20er Jahren bemühten sich die Söhne des letzten Königs um einen Neubeginn im Land der Vorfahren. Dieser gelang mit Abschluss des Staatsvertrages von 1924, der Vermögenswerte an die Familie zurückführte, welche im Verein "Haus Wettin e.V." zusammengeführt wurden. Schloss Moritzburg zum Beispiel wurde der Familie zurückerstattet. In Dresden erbaute Markgraf Friedrich Christian von Meissen auf dem Königsweinberg das Schloss Wachwitz. Den alten Namen des "Markgrafen von Meissen" hatte er ausgewählt, um künftig den jeweiligen Chef des Hauses Wettin Albertinische Linie zu kennzeichnen. Während des III. Reiches leisteten die Familienmitglieder des Hauses aktiven Widerstand gegen das diktatorische Regime. Der älteste Sohn des Markgrafen Friedrich Christian, Prinz Maria Emanuel, und nachmalige Markgraf Maria Emanuel wurde 1944 in diesem Zusammenhang vom Volksgerichtshof zunächst zum Tode verurteilt, konnte aber glücklicherweise diesem Schicksal entrinnen. 1945 wurde die Familie nach dem schrecklichen Bombardement Dresdens durch die Wehrmacht gezwungen, die Heimat zu verlassen. In Österreich, in der Schweiz, Irland, Bayern später dann in Kanada und Mexiko ließen sich einzelne Familienmitglieder nieder und begannen ein neues Leben. Nach der friedlichen Revolution von 1989 ergab sich für die Familie die lang ersehnte Gelegenheit, wieder die Heimat der Vorfahren zu bereisen und sich später sogar in Dresden niederzulassen. 

Es mag für viele Menschen heute antiquiert klingen, Werte und Normen der Vergangenheit in der Gegenwart zu betonen, es mag seltsam erscheinen, sich mit Hingabe und Leidenschaft der Bewahrung von Traditionen zu widmen. Schauen wir zurück auf über 900 Jahre Familiengeschichte, so sind wir aber mehr als dankbar dafür, dass unsere Vorfahren sich ihrer Traditionen und Werte immer wieder aufs Neue besannen und diese so bis in unsere Tage fortwirken. Die herausragenden Sammlungen der Museen zu Dresden sind beste Botschafter dafür, was Sachsen und sein ehemaliges Herrscherhaus in ihrer vitalen Geschichte gemeinsam zu vollbringen vermochten.

Der Rückblick in die Vergangenheit und das Bewusstsein der Gegenwart stellen für uns eine Herausforderung dar, dem sächsisch/wettinischen Erbe gerecht zu werden. Es muss uns deshalb gemeinsam gelingen, für unsere Kinder und Kindeskinder ein Sachsen in Europa zu erhalten und weiter für die Zukunft zu gestalten, dessen sich auch kommende Generationen mit Dankbarkeit erinnern.

 

Alexander Prinz von Sachsen
Herzog zu Sachsen
  Gisela Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen
Markgraf von Meissen   Markgräfin von Meissen

 

 
 
 

 


 

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